Lösung

Hemostat für medizinische Labore

Probentransport-Nachweis nach DIN EN ISO 15189. Hemostat dokumentiert Eilbestellungen, Routinetransporte und externe Einsender lückenlos vom Auftraggeber bis zur Probenannahme im Labor.

Stand: 05. Mai 2026

Prä-Analytik unter ISO 15189

Medizinische Labore sind nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert. Die Norm verlangt explizit Doku zu „Verfahren für die Probenahme und den Probentransport" sowie zu „Annahme und Ablehnung von Proben". In der Auditpraxis bedeutet das: Auditoren wollen sehen, dass Sie wissen, was zwischen Entnahme beim Auftraggeber und Eingang im Labor passiert ist.

Das ist die schwierigste Strecke: Sie liegt zumeist außerhalb Ihrer Kontrolle – beim Einsender, im Kurierauto, an der Annahmestelle.

Heutige Realität

  • Begleitscheine in Papier oder per Fax
  • Telefonische Eilbestellungen
  • Versandtüten ohne Sicherheits-Siegel
  • Eingangsstempel an der Probenannahme – aber keine Übergabe-Bestätigung an den Einsender
  • Für Eilbestellungen oft eigene Kurier-Hotline mit Klemmbrett

Im Audit lässt sich daraus keine durchgängige Prä-Analytik-Doku rekonstruieren.

Wie Hemostat den Workflow ablöst

  1. Einsender legt Probenauftrag an

    Praxis, MVZ, Klinikstation, Notfallambulanz. Mobil, in unter einer Minute. Probentyp, Anforderung (Routine, Eilbestellung, Kühlung), Auftrags-ID aus dem eigenen System.

  2. Probe mit Einmal-Siegel verschließen

    Standardisierter Versandbeutel oder -box. Siegel-ID wird mit dem Auftrag verknüpft.

  3. Kurier scannt bei Abholung

    Eigener Fahrer, externer Dienstleister, Praxis-Mitarbeiter. Egal wer transportiert. Übergabe wird mit Zeitstempel und Standort erfasst.

  4. Eingang im Labor mit QR-Scan

    Probenannahme scannt den Eingangs-QR. Siegel-Status wird verifiziert. Auftraggeber wird automatisch informiert.

  5. Probenablehnung als dokumentiertes Ereignis

    Wird die Probe abgelehnt (z. B. Hämolyse, fehlende Kühlung), entsteht ein begründetes Ablehnungs-Ereignis im Hemostat-Log – auditfest und beim Einsender sichtbar.

  6. Audit-Export

    Pro Einsender, pro Probentyp, pro Zeitraum. Doku für ISO-15189-Audit, für interne QM-Reports, für Streitfälle mit Einsendern.

Auftraggeber-Mehrwert

Hemostat ist nicht nur ein Tool für das Labor – es ist auch ein Service für Ihre einsendenden Kunden:

  • Sie sehen den Probenstatus in Echtzeit (eingegangen, in Bearbeitung, abgelehnt)
  • Sie erhalten automatisch eine Eingangsbestätigung – kein Telefonat mehr
  • Bei Ablehnung sehen sie den Grund sofort und können neu schicken
  • Sie haben einen eigenen Audit-Export für ihre eigene QM-Doku

Damit wird Hemostat zum Differenzierungsmerkmal gegenüber Wettbewerbslaboren.

Regulatorischer Bezug

Pilot-Vorschlag für Labore

Ein klar abgegrenzter Einsender-Strang, beispielsweise:

  • Eine größere Auftraggeber-Praxis mit hohem Eingangs-Volumen
  • Eine Klinik-Notfallambulanz mit Eilbestellungen
  • Ein MVZ-Verbund mit fünf bis zehn Standorten

3–5 beteiligte Personen, 60 Tage Laufzeit. Pilot anfragen →

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Müssen unsere Einsender selbst Hemostat-User werden?
Im Standardfall ja – sie legen den Auftrag selbst an und sehen den Status. Im einfachsten Modell genügt aber ein Einsender-Login mit nur den nötigen Funktionen (Auftrag anlegen, Status ansehen). Plattform-Preis pro User.

Ersetzt Hemostat unser LIS-Auftragsmodul?
Nein. Hemostat dokumentiert ausschließlich Transport- und Annahme-Ereignisse. Die analytische Auftragslogik bleibt im LIS. Eine API-Anbindung an Standardformate (HL7-Auftrag) ist auf der Roadmap.

Was ist mit Probentransport durch externe Dienstleister?
Externe Kuriere können als Hemostat-Nutzer angelegt werden, oder ihre Übergabe wird per QR-Scan beim Annahmepunkt dokumentiert. Beide Modelle funktionieren.

Wie funktioniert das mit pseudonymisierten Auftrags-IDs?
Hemostat speichert keine Klarnamen, sondern arbeitet mit Auftrags-IDs aus Ihrem LIS. Die Patientenzuordnung liegt im LIS, Hemostat dokumentiert nur den Transport.