Plattform
WebApp und iOS. Drei Rollen – Auftraggeber, Kurier, Empfänger – ein durchgängiger digitaler Workflow. Append-only Ereignislog, Live-Karte für die Disposition, automatische PDF/A-Exports, API-ready.

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Drei Rollen, ein System
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Rolle
Auftraggeber
Stationsleitung, OP-Manager, Apothekenleitung, Praxis-Inhaber. Legt Transportauftrag an, sieht Status in Echtzeit, erhält Eingangsbestätigung und Audit-Export.
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Rolle
Kurier
Interner Mitarbeiter oder externer Dienstleister. Dokumentiert Übergabe, scannt Einmal-Siegel, bestätigt Status. Mobile App ohne Schulungsaufwand.
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Rolle
Empfänger
Labor-Annahme, Pathologie-Eingang, Stations-Schleuse. Bestätigt Eingang per QR-Scan und Unterschrift. Kein Papier, keine zusätzliche Software.
Kernfunktionen

Auftrag in unter einer Minute
Strukturierte Erfassung von Transportgut, Empfänger und Anforderungen. Vorlagen für wiederkehrende Transport-Routen. Aufträge lassen sich als Entwurf speichern und bis zur Übernahme durch den Kurier bearbeiten oder stornieren. Mobil oder im Browser, ohne KIS-/LIS-Integration.
Einmal-Siegel & Scan
Physische Einmal-Siegel belegen Unversehrtheit. Fahrer scannt bei Abholung – Zeitstempel und Zustand werden automatisch gespeichert. Bei Auffälligkeit erzeugt das System ein Foto-Ereignis (Objektfoto nur bei Abweichung).
QR-Übergabe & Empfangsbestätigung
QR-Codes pro Übergabepunkt (z. B. OP-Schleuse, Labor-Annahme, Apotheken-Ausgabe). Ausdruck als physisches Schild direkt vor Ort. Jeder Scan = Zeitstempel + Verantwortlichkeit + Standort-Beweis. Empfänger bestätigt per Unterschrift; auftraggebende Person wird automatisch benachrichtigt.

Zustellnachweis & Vorfälle
Digitale Unterschrift des Empfängers und optionales Zustell-Foto direkt bei der Übergabe. Vorfälle unterwegs – Verspätung, beschädigte Verpackung, Temperaturabweichung – meldet der Fahrer mit Kategorie, Schweregrad, Beschreibung und Foto aus der App. Alles erscheint in der Web-Ansicht des Auftrags und im PDF/A-Protokoll; die Fahrer-Historie hält abgeschlossene und abgelehnte Fahrten filterbar fest.
Live-Karte für die Disposition
Disponenten sehen laufende Transporte und eigene Fahrer in Echtzeit auf einer Karte – statt Status-Rückfragen per Telefon; Kurierdienst-Leitungen sehen ihre eigenen Fahrer genauso. Getrackt wird ausschließlich während geplanter Schicht bzw. aktivem Transport: Fahrer hinterlegen ihre Schichten in App oder Browser, die Ortung startet erst nach dokumentierter Einwilligung, und ein Pause-Schalter unterbricht sie sofort. Positionsdaten werden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist (Standard: 30 Tage) automatisch gelöscht.
Multi-Stop-Touren
Mehrere Anfahrtspunkte in einer Fahrt: pro Stop eigene Güter, eigene Kontaktperson und eigener Übergabepunkt (z. B. Empfang oder OP-Schleuse). Touren lassen sich als wiederkehrende Vorlagen anlegen – die Plattform erzeugt daraus automatisch die Tagesfahrten mit einem dokumentierten Auftrag pro Stopp. Der Fahrer bestätigt die komplette Tour mit einem Tipp und arbeitet die Stopps in der App ab; die Fahrer-Auswahl prüft dabei automatisch, wer zur Abholzeit im Dienst ist. Typische Fälle: Apotheken-Belieferung mehrerer Stationen, Proben-Sammeltour über mehrere Praxen, Labor-Ringfahrt.
Empfänger-Link mit Ankunftszeit
Pro Stop aktivierbar: Der Empfänger erhält einen Link und sieht ohne eigenen Account die voraussichtliche Ankunftszeit. Die Fahrer-Position auf der Karte wird erst auf der letzten Meile sichtbar – vorher nur ETA und Transportphase. Der Link ist tokengeschützt und läuft automatisch ab. Das ersetzt die „Wo bleibt die Probe?"-Anrufe beim Auftraggeber.
GDP- & Kühlketten-Kennzeichnung
Gütertypen tragen ihre Anforderungen direkt am Datensatz: GDP-Pflicht und Temperaturbereich (z. B. 2–8 °C). Die Kennzeichnung ist überall sichtbar – in der Auftragsliste, im Auftragsdetail und an jedem Tour-Stopp – und Fahrer sehen die Anforderungen deutlich, bevor sie eine Fahrt annehmen. So kommt kühlkettenpflichtiges Gut nicht versehentlich in die falsche Box. Automatische Anbindung von Temperatur-Loggern steht auf der Roadmap.
Automatische Audit-Exports
PDF/A-Dokumente auf Knopfdruck: strukturiert, behördenkonform, sofort abrufbar. Ein Export pro Transport, pro Zeitraum oder pro Bereich. Manuelle Nacharbeit entfällt.

Revisionssichere Beweiskette
Append-only Ereignislog: jede Aktion wird unveränderlich festgeschrieben. Keine nachträgliche Manipulation, keine Lücken. Jeder Schritt dauerhaft gespeichert und gerichtsfest.
Fahrten-Vermittlung
Lokale Kurier-Anbieter direkt aus der Plattform buchen – mit GDP-Zertifizierung und nachgewiesener Transportversicherung als Aufnahme-Voraussetzung ins Netzwerk. Push-Benachrichtigung an alle Beteiligten bei jedem Statusübergang. Eindeutig beschilderte Pickup-Punkte. Details und Statuskette: Fahrten-Vermittlung →
Workflow im Detail
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Transport anlegen
Auftraggebende Person wählt Transportgut (z. B. Blutprobe, Gewebe, Instrumentensieb, Medikament), Empfänger und Anforderungen (Standard, kritisch, kühlkettenpflichtig).
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Kurier-Zuweisung
Hemostat alarmiert den verfügbaren Kurier (intern oder extern). Annahme via App. Auftrags-ID wird erzeugt; Einmal-Siegel werden zugeordnet.
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Abholung mit Siegel-Scan
Fahrer scannt das Siegel beim Auftraggeber. System speichert Zeitstempel, Standort, Zustand. Fahrer scannt zur Übergabe-Kontrolle den Pickup-QR-Code – auftraggebende Person wird informiert.
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Transit
Status sichtbar in der WebApp. Bei Abweichungen (z. B. Kühlkettenbruch) wird automatisch dokumentiert, ohne dass der Fahrer eingreifen muss.
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Übergabe am Empfangsort
Empfänger scannt den QR-Code an der Übergabestelle, prüft Siegelstatus, bestätigt mit Unterschrift. System verifiziert Identität via Login.
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Audit-Export
Sofort verfügbar als PDF/A. Auf Wunsch automatisch an QM-Postfach versendet, archivkonform.
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Datenmodell – was Hemostat speichert (und was nicht)
| Speichert | Speichert nicht |
|---|---|
| Auftrags-Metadaten (wer, was, wann, wohin) | Patientendaten, Diagnosen, Befunde |
| Übergabe-Ereignisse mit Zeitstempel & Standort | Ortung außerhalb von Schicht und Transport |
| Fahrer-Position während Schicht/Transport (automatische Löschung, Standard 30 Tage) | Private Bewegungsprofile, Ortung in der Pause |
| Siegel-IDs und -Status | Foto-Tracking ohne Anlass |
| Empfangsbestätigung mit Signatur | Inhalt der Probe / des Gewebes |
| Audit-Export-Aufrufe (wer hat wann exportiert) | Browser-Verlauf, Drittanbieter-Cookies |
Mehr zur Datenarchitektur unter Sicherheit.
Technische Eckdaten
- WebApp (alle modernen Browser) + iOS-App im App Store
- Live-Tracking nur während Schicht/Transport, Pause-Schalter, automatische Löschung der Positionsdaten (Standard 30 Tage)
- Append-only Ereignislog mit historischer Beweiskraft
- Datenresidenz: Deutschland / EU
- API-ready (REST/JSON, OpenAPI-Spezifikation – Doku folgt mit ersten Integrationspartnern)
- Single Sign-On (SAML / OIDC) auf Anfrage
- Rollenmodell: Mandanten-Admin, Auftraggeber, Kurier, Empfänger
- Mehrmandantenfähigkeit: ein Hemostat-Account, viele Standorte
Schnittstellen heute und morgen
Heute: PDF/A-Export, CSV-Export für QM-Auswertungen, manuelles Hochladen von Siegelbeständen.
Roadmap: REST-API für KIS-/LIS-Anbindung (HL7/FHIR-konforme Auftragsstruktur), eIDAS-2.0-konforme qualifizierte Zeitstempel, EUDI-Wallet-Anbindung für Empfangsbestätigung mit qualifizierter elektronischer Signatur.
Warum nicht einfach Excel oder Telefon?
Excel-Listen sind nicht auditfest. Sie können nachträglich verändert werden, sind nicht versioniert und haben keinen Bezug zum tatsächlichen Übergabe-Ereignis. Telefonate hinterlassen keinen Beleg. Klemmbretter werden nicht digital archiviert.
Im Prüfungsfall (Re-Zertifizierung, KHVVG-Qualitätsnachweis, Schadensfall) reicht das nicht. Auditoren brauchen einen lückenlosen, manipulationssicheren, zeitstempelfesten Beweis.
Mehr dazu unter Re-Audit-Risiken →
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